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„Nur gespielt“ in der KiTa Nelkenweg?

Wer so an der KiTa Nelkenweg vorbeigeht denkt sich sicherlich häufig „Die Kinder haben es aber gut. Sie können so schön spielen“. Und auch wenn Eltern ihre Kinder fragen, was sie denn den ganzen Tag in der KiTa gemacht haben, bekommen sie oft die Antwort „Ich habe nur gespielt“.
Nur gespielt? Das sehen die Mitarbeiterinnen der KiTa Nelkenweg aber ganz anders. Warum?
Lassen Sie sich einladen, anhand der nachfolgenden Schilderung aus der Sicht eines Kindes einen ganz gewöhnlichen Kindergartentag mitzuerleben und die Sicht der Pädagoginnen kennenzulernen.
„Mein Name ist Kind. Ich bin 4 Jahre alt und gehe seit einem Jahr in die KiTa. Meine Eltern sind arbeiten und deshalb darf ich von 7 Uhr bis 16 Uhr in die KiTa gehen. Heute bin ich noch sehr müde. Aber dafür bin ich das erste Kind in der KiTa und darf beim Aufbau des Frühstückbuffets helfen. Dabei kommen schon einige meiner Freunde und wir beginnen den Tag einfach mit einem herrlichen Frühstück. Das sieht so lecker aus, dass ich gleich von jedem etwas nehme und dazu 2 Teller und eine Müslischale brauche. Aber Frau R. sagt, ich solle mich zunächst für eine Sache entscheiden und kann ja dann nachnehmen. Das mache ich und esse ganz schnell mein Brot, damit ich danach Müsli essen kann. Anschließend möchte ich ganz viel Obst. Frau R. sagt, ich solle ruhig langsam knabbern, weil ich sonst nicht merke, wann ich satt bin. Und tatsächlich: Weder Obst noch ein Marmeladenbrot hätten mehr in meinen Bauch gepasst. Gut zu wissen, dass man darauf achten sollte, nicht zu schnell zu essen.
Danach setze ich mich mit meiner Freundin an den Maltisch und male mit Buntstiften ein schönes Bild. Aber L. sagt, ich würde „Krickel Krackel“ malen. Ich bin verletzt und würde L. gerne hauen­ aber sie ist größer und stärker, weshalb ich mich besser bei Frau W. beschwere. Frau W. sagt, Krickeln und Krackeln wäre enorm gut, setzt sich mit mir an den Tisch, nimmt sich ein Blatt und einen Stift und krickelt drauf los. Krickel, Krackel, Krickel, Krackel… und auf einmal ist auf dem Blatt ein Krickel­Krackel­Krokodil. Jetzt habe ich Lust zu krickeln und daraus ein Schiff entstehen zu lassen. Dabei ist meine Hand locker und Frau W. sagt, dass das sehr gut ist, weil ich so lerne, später schreiben zu können. Und sie sagt, ich sei ein Künstler. Bis zum Morgenkreis gehen wir noch ein wenig in die Puppen KiTaNelkenweg spielecke. Ich spiele die Mutter und habe ein Schulkind und ein kleines Kind. Meine Kinder zanken sich ständig und wollen auch nicht essen, was ich gekocht habe. Das nervt mich und ich möchte nicht mehr die Mutter sein. Die anderen Kinder möchten aber auch nicht die Mutter sein und ich bitte Frau M. um Rollenverteilung. In einem Gespräch über die Situation merke ich, dass meine Mama sich ganz oft so fühlen muss wie ich in diesem Spiel. Ich habe in diesem Spiel selbst erfahren, wie schwer es für meine Mama ist, wenn ich manchmal böse auf sie bin obwohl sie doch alles gut meint. Aber ich habe ja nicht gewusst, dass sich Mamas dann so fühlen.
Um 9 Uhr setzen wir uns zum Morgenkreis und beginnen unseren Tag mit der Gruppe. Heute nennt jedes Kind seinen Namen und klatscht dabei die Silben. Ich heiße „Kind“ und darf nur einmal klatschen­ aber Melanie darf dreimal klatschen, weil ihr Name aus drei Silben besteht. Silben klatschen zu können soll gut sein, um später Wörter zusammensetzen zu können, und ich habe das schon gelernt.
Es ist Sonnenschein und wir gehen nach draußen. Ich möchte rutschen und da kommt der kleine David einfach die Rutsche hochgekrabbelt, obwohl das verboten ist.
Macht nichts­ den rutsche ich um. Aber dafür bekomme ich Ärger mit Frau Q., weil sie der Meinung ist, ich wäre schon groß genug, um auf kleinere Kinder Rücksicht zu nehmen und ihnen die Regeln erklären zu können, anstatt sie zu verletzen. Da hat sie Recht und ich bin ja auch stolz darauf, Verantwortung übernehmen zu können und mich groß zu fühlen.
Um 12 Uhr gehen wir rein, machen einen Abschiedskreis für die Kinder, die jetzt nach Hause gehen und setzen uns an den Mittagstisch. Ich bin heute für die Dekoration an meinem Tisch verantwortlich. Peter und Karin sorgen sich um Teller, Gläser und das Besteck an meinem Tisch. Nach einem Tischgebet bekommen wir eine Probierportion von Allem und dürfen dann selbst entscheiden, wovon wir mehr essen möchten. Das Essen steht dann als Buffet aufgebaut. Ich nehme 3x nach und würde auch noch mehr nehmen­ aber Frau K. macht mich darauf aufmerksam, dass es noch Nachtisch gibt und dieser nicht mehr in meinen Bauch passen könnte. Ich erinnere mich an das Frühstück und esse lieber Quark zum Nachtisch.
Nach dem Essen spiele ich mit meinen Freunden das Gesellschaftsspiel mit dem Geisterschloss. Das ist nicht einfach, denn man muss den Weg und die Farben vergleichen­ oder kennen können. Dabei benötigen wir noch die Hilfe von Erzieherinnen, die uns beim Zählen und der Farbenerkennung helfen­ aber im nächsten Jahr können wir das schon alleine spielen.
Wir Mitarbeiterinnen wissen­ und sicher haben Sie als Leser es auch erkannt­, dass Spielen gleichbedeutend mit Lernen ist. Aus pädagogischer Sicht ist das kindliche Spiel eine Form des Lernens, die das Kind aus eigenem Antrieb gestaltet. Im Spiel setzen Kinder ihre Erfahrungen ein und bringen ihre eigenen Bedürfnisse in Einklang mit erlebten Situationen aus der realen Welt. Sie spüren ihre Fähigkeiten, setzen sich mit anderen Rollen auseinander, entwickeln Interessen und entscheiden, was sie noch dringend lernen und erfahren möchten. Sie lassen sich auf die Welt der Erwachsenen ein und versuchen unermüdlich, einen Platz in dieser Welt zu finden. Einen Platz, in dem sie ich wohlfühlen und sich mit allen Stärken und Schwächen auf den Weg machen können. Den Weg versuchen wir Mitarbeiterinnen der KiTa Nelkenweg unseren Kindern täglich zu ermöglichen. Deshalb kommen wir gerne mit den Kindern in unterschiedliche Gruppen der Gemeinde, damit unsere Kinder auch von der Gemeinde auf ihrem Weg unterstützt werden.
In der KiTa wird nicht nur gespielt: Die Kinder machen sich auf den Weg in die Welt der Erwachsenen und in das Gemeindewesen.
Welchen Zweck die einzelnen Spielarten hierbei erfüllen, stellen wir gerne in den nächsten Gemeindebriefen vor.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse.
Beate Kocur

ZIMMER FREI ­ GÄSTE HERZLICH WILLKOMMEN

Von den zukünftigen Schulkindern 2016 und deren Eltern hat unsere Kita ein Insektenhotel zum Abschied geschenkt bekommen. Viele Tier­und Pflanzenarten sind durch intensive Nutzung der Agrarwirtschaft verdrängt worden. Dieses trifft besonders auf Insekten zu. Durch den Verlust von Hecken oder dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln finden nur noch wenige Insekten einen geeigneten Lebensraum. Nist­und Winterquartiere sowie neue Lebensräume werden durch Insektenhotels geschaffen. Weiterhin dient es uns allen als Anschauungs­und Lehrzwecken. Interessierten wird das Leben und Verhalten von Insekten sowie der Naturschutz näher gebracht. Hier ist Nachhaltigkeit ein ganz großer Aspekt, der auch in einigen Jahren noch ganz vielen Kindern lehrreich sein wird. Wir sorgen für eine nachhaltige Entwicklung mit ökonomischen und sozialen
Aspekten. Das Gespräch, der Dialog zwischen Kindern und / oder Erwachsenen und Kindern ist dabei nur ein kleines Teilstück unseres Bildungsauftrages. Wie schön ist es, wennAaron( 2,11 Jahre) im Garten ein „Tier“ findet, dieses in ein Lupenglas setzt und dann überlegt, was das wohl für ein Wurm sein könnte. Mit Hilfe von „Herrn Google“ wird im Internet nach Bildern und Beschreibungen gesucht und jetzt weiß Aaron schon einiges über den Ohrwurm ,auch „Ohrenkneifer“ genannt. Aaron hat im Insektenhotel das richtige „Zimmer“ für Oscar, so wurde der Ohrenkneifer genannt, gefunden. Oscar wurde in das Zimmer mit frischem Stroh gesetzt. Bei der Wahl des Standortes unseres „Neubaus“ wurde darauf geachtet, dass den Insekten in Bezug auf Sonneneinstrahlung, Wetter und Nahrungsbedarf eine möglichst optimale, natürliche Umgebung geboten wird. Durch unterschiedliche Materialien in KiTaRosendelle  14 Kammern, sozusagen den Zimmern, wird vielen verschiedenen Insekten Unterschlupf geboten. Holzspäne und Rinde lieben Holzkäfer und Waldameisen, Bambusrohr ist der Lieblingsort der Wildbienen. Steinritzen und Mauersteine sind ideal für Wespen und wo „ Oscar“ sich wohl fühlt, das hatte Aaron schnell herausgefun
den. Wir freuen uns auf eine neue, spannende und erlebnisreiche Zeit mit den „neuen Gästen“ unserer Kita Rosendelle
Team KiTa Rosendelle Foto: HeikeTheis

Taschen-Tausch und Abschied

In diesem Sommer tauschen achtzehn Kinder unserer Kita ihre Kindergartentasche gegen einen Tornister.

Drei Kinder besuchen umzugsbedingt einen anderen Kindergarten. Ihnen viel Spaß und Freude in der neuen Einrichtung.

Unser Abschlussfest für die zukünftigen Schulkinder findet am 7.7.2016 statt. Mit einem Gottesdienst sowie kleinem Programm für die Eltern bei Kaffee und Kuchen und dem anschließenden Übernachtungsfest, mit vielen Überraschungen, geht die Kindergartenzeit zu Ende. Am 8.7.2016 bleibt die Kita geschlossen.

Wir wünschen allen Kindern und Eltern eine glückliche Schulzeit und alles Gute sowie Gottes Segen für den weiteren Lebensweg.

Heike Theis

-KITA-Team-

Warum QM (Qualitätsmanagement) ?

In den neunziger Jahren wurde unsere Einrichtung nach dem “Total  Quality Management „ zertifiziert. Seit 2013 arbeiten wir an einem neuen Handbuch für unsere Kita. Diese enthält nach erfolgreicher Auditierung das „Evangelische Gütesiegel Beta“ das für alle evangelischen Kindergärten Standard sein soll. In diesem Handbuch wird unsere Arbeit transparent gemacht. Es wird beschrieben was, wie und warum wir etwas tun. Die eigene Arbeit wird reflektiert  und ihr Wert verdeutlicht. Standards werden gesichert und festgelegt. Dieses zeigt die Kompetenz des Teams und vermittelt Sicherheit. Da dieser Prozess viel Zeit, Diskussionen im Team und viel Arbeit mit sich bringt, werden seit nun schon zwei Jahren Treffen zu verschiedenen Themen, Konzeptionswochenenden und Nachmittage eingerichtet. Nachdem alle Führungs,- und Kernprozesse bearbeitet und in die Praxis umgesetzt wurden bekommt unsere Einrichtung Besuch von einem Auditor der uns nach erfolgreichem Audit unser Zertifikat überreicht.

(Artikel von Renate Boltner)

Die Gemeinde unterhält drei Kindertageseinrichtungen

 1) Eppendorf-Goldhamme, Cheruskerstr. 1, 44793 Bochum-Goldhamme,

Kindertageseinrichtung Cheruskerstraße
Cheruskerstr. 1
44793 Bochum

in der Nähe des Jochen-Klepper-Hauses

Ute Morzfeld

Telefon: 0234 - 17269
Tefefax: 0234 - 5889750
eMail: info(at)kita-cheruskerstr.de

2) Eppendorf, Nelkenweg 1, Unterm Himmelszelt, 44869 Bochum-Eppendorf,

     Fr. Schulz, (02327) 7 09 10  direkt am Gemeindezentrum, In der Rohde

Hier haben wir den Link zum Kindergarten!

http://kindergarten-unterm-himmelszelt.de/bildergalerie/

3) KITA Rosendelle

Eppendorf, Rosendelle 43, 44869 Bochum-Eppendorf,   in der Nähe des Eppendorfer Dorfkerns

 Fr. Meier, (02327) 7 21 78, Fax (02327) 72178, kiga.rosendelle(at)gmx.de

im Internet unter: www.kigarosendelle.de

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 22. September 2017:
Losungstext:
Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.
Sprüche 20,12
Lehrtext:
Prüft aber alles und das Gute behaltet.
1.Thessalonicher 5,21